Ich nehm’ das Mahl an – Eucharistie
Lesungstext: Joh 6,51-67 in Auswahl
In jener Zeit sagte Jesus zu den Juden: Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch; ich gebe es hin für das Leben der Welt. Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?! Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben. Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat, und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.
Diese Worte sprach Jesus, als er in der Synagoge von Kafarnaum lehrte. Viele seiner Jünger, die ihm zuhörten, sagten: Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören? Jesus erkannte, dass seine Jünger darüber murrten, und fragte sie: Daran nehmt ihr Anstoß? Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und Leben. Aber es gibt unter euch einige, die nicht glauben. Jesus wusste von Anfang an, welche es waren, die nicht glaubten. Und er sprach: Darum habe ich Euch gesagt, dass niemand zu mir kommen kann, außer es ist ihm vom Vater gegeben! Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher.
Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen?
Predigt
Liebe Schwestern und Brüder,
Brot. Das ist für uns ein sehr elementares Nahrungsmittel. Brot, gebacken aus gemahlenem Korn, nahrhaft und kräftigend. Graubrot, Vollkornbrot, Knäckebrot vielleicht. Auch manche Brötchen. Viele haben ein Brot, das ihnen ganz besonders schmeckt. Ich persönlich denke zu Beispiel an Sonnenblumenkernbrötchen.
Brot.
Ebenso ist auch der Wein ein gängiges Nahrungsmittel für uns. Gekeltert aus den Trauben der Weinberge erfreut er den Gaumen und beschwingt den Geist. Mal fruchtig, mal spritzig, mal schwer, mal lieblich. Vielleicht gibt es auch da eine Sorte, die uns persönlich besonders gut schmeckt.
Wein.
Brot und Wein. Zwei Nahrungsmittel, die zu Hause oft auf unseren Tischen stehen: Brotwaren – sehr oft zu finden. Der Wein vielleicht nicht so oft, aber doch vielleicht immer einmal wieder.
Wir kennen diese beiden Nahrungsmittel natürlich auch aus unseren Gottesdiensten; das wissen Sie. Auch hier zum Beispiel, in dieser Kirche, nutzen wir sie ja in jeder Heiligen Messe. Brot und Wein. Wir nutzen sie dabei als religiöse Symbole. Als Zeichen, in denen Bedeutungen mitschwingen. Brot und Wein sind da nicht nur, so kann man sagen, etwas für unseren Magen, sondern sie sprechen da gewissermaßen auch zu uns.
Das Brot zum Beispiel ist aus vielen Körnern entstanden. Auch der Wein aus vielen Trauben. Und das kann daran erinnern, dass auch wir Viele sind, die gerade auch in den gemeinsamen Gottesdiensten zeigen, dass wir als Jüngerinnen und Jünger Jesu zusammengehören und eins sein sollen; eben wie ein Laib Brot oder auch wie der eine Trank, der aus den Beeren vieler Trauben entstanden ist. Die Einheit der Glaubenden ist da die Botschaft.
Oder Brot und Wein sprechen zu uns auch in dem Sinn, dass das Korn erst einmal gemahlen werden musste. Auch die Trauben mussten erst einmal ausgepresst werden, bevor der Wein entstehen konnte. Und das mag uns im Rahmen eines Gottesdienstes daran erinnern, dass manches in unserem Leben manchmal auch erst sterben muss, bearbeitet werden muss, damit Neues und Größeres – damit manchmal auch erst echte Gemeinschaft – entstehen kann. Oft führt erst die liebevolle Hingabe des Einzelnen, seine Opferbereitschaft, zu einer echten Gemeinschaft der Menschen untereinander.
Nicht zuletzt erinnern uns die aus Mehl und Wasser gebackenen Brot-Hostien im Rahmen der Heiligen Messe daran, dass ja vor allem auch Gott uns in dieser Feier stärken möchte. Ein wenig so, wie Brot stärkt, will auch er uns stärken. Und das aus den Weintrauben gewonnene alkoholhaltige Getränk zeigt an, dass Gott unseren seelischen Durst stillen und uns neu beleben möchte mit Heiligem Geist. Auch das sagen uns Brot und Wein im Zusammenhang der Feier der Hl. Messe.
„Wo ist nun Dein Gott?!“
– so fragen wir in dieser Predigtreihe. Wir glauben, dass Gott uns insbesondere auch im Brot und im Wein begegnen möchte; im Brot und im Wein der Eucharistiefeier.
Und lassen Sie mich dazu im Folgenden vor allem auf das Brot der Heiligen Messe schauen. Vom Wein wäre natürlich auch zu reden. Manches würde sich ähneln.
Das Brot als Zeichen für Jesus
„Ich bin das Brot des Lebens“, sagt Jesus einmal (Joh 6,48). Und er deutet damit schon an: Im Brot können wir ein Symbol für Jesus sehen. Dieses Zeichen steht für ihn, der uns stärken möchte, für ihn, der uns auch gewissermaßen nähren möchte. „Ich bin das Brot des Lebens!“ Wir können dabei daran denken, dass gerade auch Jesus jemand war, der sich um die Nöte der anderen sorgte. Und er tut es auch heute. Er ist jemand, der im Grunde nicht will, dass wir hungern und leiden. Er ist daran interessiert, dass jeder genug zu essen hat. Täglich. Wobei er natürlich auch möchte, dass wir Menschen untereinander teilen und fair miteinander umgehen, damit auf der Erde keiner hungern muss. Bei diesem Teilen will er uns sicher helfen. Dass keiner hungert, ist also sein Wunsch, und doch auch unsere Aufgabe.
Er will nicht, dass wir hungern. Mehr noch, er ist auch daran interessiert, dass wir auf geistige Weise gut genährt sind. Nachdem er einmal etliche Kranke geheilt hatte und die Menge fasziniert war von seinen Wundern, sagte Jesus: „Ich muss … das Evangelium vom Reich Gottes verkünden; denn dazu bin ich gesandt worden.“ (Lk 4,43). Also, das heißt: „Alle Wunder und Heilungen – und auch wunderbare Brotspeisungen – stehen bei mir im Dienst der Verkündigung!“ „Der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein“, erinnert Jesus einmal, „sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund hervorgeht“ (Mt 4,4). „Ich bin gekommen, um zu verkündigen!“ Also, Jesus will uns vor allem stärken und geistig nähren mit dem, was er uns lehrt: Durch die Heilige Schrift; durch die Kirche; und auch durch manches Wirken seines Geistes in uns. Durch manche innere Einsicht, die er uns schenkt. Er will uns stärken auch durch manche innere Tröstung, durch inneren Frieden, durch die innere Begegnung mit ihm.
Ja, er möchte uns auch stärken und nähren mit ewigem Leben! Wir werden das ja gerade in den vor uns liegenden Kar- und Ostertagen feiern. Jesus hat sich gewissermaßen zerbrechen lassen, als er am Kreuz starb. Er hat sich zerbrechen lassen, ein wenig so, wie man Brot bricht, damit andere genährt werden können. Er gab sein Leben, damit wir auf geheimnisvolle Weise teilhaben können an seinem Leben. An seiner Kraft. An seinem Geist. Da hat er sich in seiner Passion gewissermaßen zermahlen lassen – um uns Leben zu ermöglichen. Ewiges Leben.
Auch in diesem Sinne ist er wie Brot für uns geworden.
An all das mag uns das Brot erinnern, dem wir in unseren Gottesdiensten, in unseren Heiligen Messen begegnen: Das Brot, das der Priester hochhält und das uns dann zu essen gegeben wird; das Brot, das wir dann auch im Tabernakel aufbewahren. Auch hier, hinter mir, in diesem Tabernakel. Jesus ist wie Brot! Er sagt: „Wer zu mir kommt, der wird nicht mehr hungern und wer an mich glaubt, wird nie mehr dürsten.“ (Joh 6,35). Das ist eine Einladung, unser Herz für ihn zu öffnen und unsere Seele nach ihm auszustrecken und uns von ihm nähren zu lassen. Und zwar durch:
- Durch seine Botschaft.
- Durch seine Freundschaft.
- Durch das Wirken seines Geistes in uns.
- Durch die wunderbare Teilhabe an seinem Leben.
- Ja, durch das Geschenk des Ewigen Lebens.
In diesem Sinn ist das Brot unserer Gottesdienste ein Symbol für Jesus, der uns auf vielfältige Weise nähren will.
Jesus im Brot
Wir treiben einen großen Aufwand um dieses Brot: Wir gehen mit dem Brot der Eucharistie sehr sorgfältig um. Das Brot, das uns in der Heiligen Messe begegnet, bewahren wir im Tabernakel auf, damit nichts von ihm verloren geht. Es wird nicht weggeworfen, sondern sorgfältig aufbewahrt. Ja, es wird sogar verehrt. Menschen beten davor. Manchmal setzen wir dieses Brot in einer Monstranz zur besonderen Verehrung aus. Auch hier in unserer Kirche, jeden Donnerstagnachmittag. Das Brot wird verehrt, ja, geradezu angebetet. Und wenn es in der Heiligen Messe ausgeteilt wird, wird es andächtig empfangen und gegessen. Da spüren wir vielleicht: Hinter diesem Brot steht noch mehr, als dass es nur ein Symbol ist.
Warum verehren wir dieses Brot so? Warum essen wir es so andächtig?
Es verbirgt sich ein Geheimnis dahinter, so glauben wir. Ein „Geheimnis des Glaubens“ wie ja der Priester am Höhepunkt jeder Eucharistiefeier verkündet. „Geheimnis des Glaubens!“ Wir haben das Geheimnis vor uns, dass in der Gestalt dieses kleinen Brotes Jesus selbst unter uns anwesend ist, so glauben wir. Er ist verborgen anwesend im Brot. Leibhaftig anwesend. Mit jener gleichen Präsenz, mit der auch wir hier im Raume sind, ist auch er da. Allerdings verborgen hinter der Gestalt des Brotes. Und wenn wir die in Jesus Christus gewandelte Hostie vor uns haben, können wir uns eigentlich sogar vorstellen, wie Er uns anschaut: Mit Liebe und Güte. Und mit Hoffnung – mit der Hoffnung, dass wir doch seine geheimnisvolle Gegenwart hier in diesem Brot nicht übersehen mögen.
Nun, ich weiß nicht, wie Sie darüber denken. Wir sehen in der Heiligen Messe mit unseren physischen Augen ja nur Brot. Und von daher fällt es natürlich schwer zu glauben, geschweige denn, es sich vorzustellen, dass Jesus im Brot – und auch im Wein – im Grunde auf menschliche Weise unter uns ist: Mit Leib, Blut und Seele – natürlich auch mit seiner Gottheit. Das glauben zu sollen, dass Jesus hinter dem Anschein des Brotes auf die gleiche Weise gegenwärtig ist, wie jemand der jetzt hier vor uns sitzt oder steht, das mag unserem Verstand sogar leicht wie eine Zumutung, ja geradezu wie eine Beleidigung vorkommen: „So etwas kann man doch nicht sagen, geschweige denn glauben!“
Nun, unser Glaube birgt nicht nur das Geheimnis der Eucharistie, sondern auch manch andere Offenbarungen, die man nicht einfach mit dem menschlichen Verstand ergründet. Das müssen wir uns eingestehen und zulassen. Gott mutet uns das zu. Wir können dazu zum Beispiel an die Ostergeschichte vom ungläubigen Thomas denken. Das Johannes-Evangelium berichtet, wie Jesus nach der Auferstehung am Ostermorgen überraschend im Kreis seiner Jünger erscheint; und zwar in einer Weise, die die Naturgesetze durchbricht. Nicht nur dadurch, dass Jesus, ein Toter, auf einmal wieder lebendig da ist. Sondern auch dadurch, dass er mit Leib und Seele plötzlich in einem Raum erscheint, dessen Türen, so wird berichtet, von den Jüngern zuvor aus Angst verriegelt worden waren. Er ist auf einmal in ihrer Mitte. Mit Leib und Seele.
In diesem Bericht wird uns naturwissenschaftlich nicht Verstehbares zugemutet. Ganz ähnlich in der Eucharistie: Auch in der Eucharistie durchbricht Jesus die Gesetze der Natur, wenn er in der Heiligen Messe oder auch hier im Tabernakel hinter mir geheimnisvoll gegenwärtig ist und die Gesetze von Raum und Zeit durchbricht und jetzt unter uns ist.
Wir mögen das vielleicht mit Skepsis hören: „Kann man das annehmen?“ Uns ergeht es da vielleicht wie dem Apostel Thomas, damals, als Jesus jenseits aller Naturgesetze im Raum erschien. Bei der ersten Erscheinung des Auferstandenen war Thomas ja nicht dabei. Als die anderen Jünger ihm von jener wunderbaren und realen Begegnung und Gegenwart Jesu erzählten, konnte er nicht glauben, dass Jesus wirklich auferstanden und unter ihnen anwesend gewesen sein sollte; und dass Jesus damit auch die Naturgesetze aufgehoben haben sollte. Aus dem Johannes-Evangelium wissen wir aber, dass Jesus dem Apostel Thomas weitergeholfen hat, indem er eine Woche später noch einmal in gleicher Weise den Jüngern erschien. Und Thomas war bei dieser zweiten Begegnung mit dabei. Angesichts der plötzlichen leibhaftigen Gegenwart Jesu kann er nur stammeln: „Mein Herr und mein Gott“. Jesus aber sagt ihm: „Weil Du mich gesehen hast, glaubst Du. Selig sind, die nicht sehen – und doch glauben.“ (Joh 20,29)
„Selig sind, die nicht sehen – und doch glauben!“ Ich denke, dieses Wort gilt auch angesichts der Gegenwart Jesu hier in der Eucharistie. „Selig sind, die nicht sehen, und doch glauben!“ Denn wie Jesus im Kreise seine Jünger wunderbar gegenwärtig war, so ist er ähnlich auch hier unter uns gegenwärtig. Im Brot der Eucharistie.
Natürlich, dies innerlich anzunehmen, das verlangt einen wirklich bewussten Schritt des Glaubens. Ich muss mich auch ein Stück weit dafür entscheiden, dass ich das glaube. Das kommt nicht von allein, dieser Glaube. Doch wir sind eingeladen, ja, gebeten, immer neu mit dieser Glaubensüberzeugung auf das Brot der Eucharistie zu schauen. Jesus ist hier!
Wir haben allen Grund unser Herz auf ihn auszurichten. Auf ihn zu schauen. Mit den Augen und mit dem Herzen. Und ihm das zu bringen, was in uns ist: Unseren Dank. Natürlich auch unsere Bitten und unsre Klagen. Unseren Lobpreis. Unsere Anbetung. Unser Staunen. Vielleicht auch manche Scham angesichts eines Versagens. Wir können ihm unser Herz bringen. Unsere Liebe. Unser Vertrauen. Und uns wie Kinder diesem Geheimnis seiner verborgenen Gegenwart anvertrauen: „Jesus, Du bist hier. Danke!“
Wobei, wir sollten uns klar machen: Wenn er hier unter uns ist im Brot der Eucharistie, dann nicht nur als Mensch. Sondern eben auch als Gott. Da wird im Grunde noch ein zweiter Glaubensschritt von uns erwartet: Es ist nicht nur ein Mensch, der so wunderbar gegenwärtig wird. Sondern Gott ist hier! Ob nun leibhaftig sichtbar vor rund 2000 Jahren hier auf der Erde oder auch gegenwärtig im gewandelten Brot der Eucharistie: Jesus ist nicht irgendjemand. In ihm begegnet uns Gott. Seine Fähigkeit, Raum und Zeit zu überspringen und als Auferstandener plötzlich seinen Jüngern zu erscheinen, aber auch hier in einem Stück Brot gegenwärtig zu werden, erinnert daran, dass er selbst der eine Gott ist.
Das heißt, Gott kommt in der Hl. Messe zu uns, und ist auch hier im Tabernakel gegenwärtig! Und wenn wir diesen Gedanken vielleicht in uns zulassen können, dann spüren wir automatisch, dass wir eigentlich allen Grund haben, dieses Brot in den Mittelpunkt zu stellen. Nicht nur in den Mittelpunkt unseres Kirchenraumes, wie es ja manchmal geschieht, auch hier bei uns in der Kirche, wo der Tabernakel mit unserem Herrn im Zentrum der ganzen Architektur steht. Sondern wir haben allen Grund, dieses Brot in den Mittelpunkt unseres Lebens zu stellen, vor diesem Brot in die Knie zu gehen und Gott anzubeten.
Die Väter des Zweiten Vatikanischen Konzils haben geschrieben: „Die Eucharistie ist Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens!“ (Lumen Gentium 11) Kein Wunder: Hier begegnen wir auf einzigartige Weise unserem Schöpfer und Erlöser, der uns auf wunderbare, unvergleichliche Weise nahe kommt. Wir nennen dieses Brot deswegen auch das „Allerheiligste“. Denn es ist ja das aller Heiligste, was es auf Erden gibt: Gott selbst, der so verrückt ist, sich uns in einem kleinen Stück Gebäck auszuliefern.
Das ist aus menschlicher Sicht gesehen blanker Wahnsinn, dass Gott das tut. Und doch wiederum ein unüberbietbares Geschenk an uns. Und sicher – um es nochmals zu wiederholen – ist auch: Dass sich uns der Allerheiligste in einem Stück Brot zur Anbetung zur Verfügung stellt und sich uns zu essen gibt, ist so verrückt, dass es eben schon wieder sehr schwer ist, dies zu glauben. Hier soll Gott gegenwärtig sein? So braucht es – wie gesagt – in der Regel von uns her immer neu eine innere Entscheidung: „Ja, ich will glauben, dass Du hier wirklich gegenwärtig bist.“ Wenn ich eintrete in eine katholische Kirche, die einen Tabernakel hat – das rote Licht kennzeichnet in der Regel ja die Gegenwart des Herrn – braucht es diesen bewussten Gedanken: „Ich trete ein in ein Haus, in dem Gott wohnt und sogar leiblich anwesend ist, auf geheimnisvolle Weise!“ Weil uns die körperlichen Sinne dies in der Regel nicht von sich aus sagen, müssen wir es uns selbst jedes Mal sagen. Jedes Mal, wenn wir in eine Kirche eintreten, und wir einen Tabernakel erblicken, braucht es diese bewusste Erinnerung: „Herr, hier bist Du in leibhaftiger Weise gegenwärtig. Im Wesentlichen genauso, wie ich selbst in dieser Kirche bin. Du bist hier!“ Und ich bin natürlich aufgefordert, auf diese seine Gegenwart einzugehen; darauf zu reagieren.
Wenn Gott sich in der Kirche hier ganz offen in seiner unendlichen Herrlichkeit und Größe zeigen würde, wir würden sofort darauf reagieren. Wer weiß, wir würden vielleicht sogar vor Ehrfurcht am Boden liegen. Freilich zeigt er sich uns nicht so, auch deswegen, weil wir es wohl nicht ertragen würden. Wir müssten sterben, so sagt die Heilige Schrift. Kein Mensch kann Gott aushalten, wenn er sich uns ungefiltert zeigt! Doch wenn er sich uns nun stattdessen in dermaßen zurückhaltender Weise, ja, geradezu scheu hinter der Gestalt des Brotes nähert: Ist es dann in Ordnung, so zu tun, als sei er nicht da?
Wir müssen dann natürlich genauer hinschauen. Wir müssen ihn gewisser Maßen erst suchen. Müssen unseren Geist auf ihn ausrichten. Wenn wir das tun, dann ist es nur normal, ihm dabei auch ein Zeichen der Begrüßung zu schenken und Verehrung zu erweisen. Wobei es ja gerade auch unsere Gesten und Blicke sind, unser Kniebeugen und Verbeugungen ihm, dem Allerheiligsten gegenüber, die uns helfen, auch innerlich zu ihm den Bogen zu schlagen – und die Beziehung zu ihm zu knüpfen.
Gott schätzt es, wenn wir diese Zeichen der Verehrung ihm gegenüber pflegen und sie nicht nur als oberflächliche äußere Zeichen praktizieren, sondern sie als echten Ausdruck dafür nehmen, dass wir glauben – oder dass wir auch glauben wollen, dass Er, der Herr, hier wirklich gegenwärtig ist.
Die Brotrede
Jesus sagt: „Selig sind, die nicht sehen – und doch glauben.“ Von daher: Haben wir ruhig Glauben! Sprechen wir Jesus ruhig an in der Eucharistie! Gehen wir mit diesem Brot nicht so um, als wenn es etwas Lebloses wäre! Seien wir uns sicher, hier begegnet uns nicht einfach totes Brot. Sondern glauben wir ruhig, dass es wahr ist, was uns Jesus schon durch die Heilige Schrift ankündigt: Dass er selbst in der Gestalt des Brotes zu uns kommen will und sich uns so sogar zur Speise geben will.
Wir haben ja gerade eingangs einen ausführlichen Ausschnitt aus dem Johannes-Evangelium gehört, in dem Jesus über sich selbst sagt: „Das Brot …, das ich geben werde, ist mein Fleisch. … Wer mein Fleisch zerkaut [so heißt es wortwörtlich] und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben …; denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank.“ (vgl. Joh 6,48-55)
Jesus spricht da über ein Brot, das er uns zu Essen geben will, und zwar über ein Brot, das sein eigenes Fleisch ist.
Diese Worte waren schon damals dermaßen unerträglich, dass sich deswegen etliche seiner Jünger von ihm getrennt haben. Bis zu diesem Punkt, bis zu dieser Rede damals, waren sie ihm gefolgt; bei allem, was er auch immer gelehrt hatte. Aber an diesem Punkt wollten sie nun nicht mehr mit ihm mitgehen. Viele verließen ihn. Wir haben es vorhin im Schrifttext gehört.
Was Jesus damals sagte über das Fleisch, das er uns zu essen geben will, war nicht einfach nur im übertragenen, symbolischen Sinn gemeint. Denn wenn er es nur im übertragenen Sinn gemeint hätte, dann hätte er damals seine Jünger schnell über diesen Irrtum aufklären können. Er hätte zum Beispiel sagen können: „Meine Lieben, ich meine das doch nicht wortwörtlich, das mit meinem Fleisch und mit meinem Blut. Sondern, das ist nur bildhaft, nur symbolisch gemeint! Bitte lauft nicht weg. Bitte bleibt!“ Aber so reagierte Jesus nicht. Denn er meinte wohl genau das, was er auch sagte: „Diese Speise, dieses Brot, das ich geben werde, ist wirklich mein Fleisch! Und dieser Trank, den ich geben werde, ist wirklich mein Blut!“
Manche Menschen raten uns ja, doch lieber nicht so dogmatisch zu sein und an solch verstaubten Wahrheiten festzuhalten. Dann würden wir nämlich viel mehr Zulauf bekommen in der Kirche. Nun, an dieser Stelle hier sehen wir, wie Jesus ganz anders denkt. Er steht lieber zur Wahrheit seiner Lehre. So schwierig sie auch zu verstehen ist. Lieber lässt er die Leute ziehen. Ja, er setzt sogar noch eins drauf: Offen fragt er seine zwölf Jünger: „Wollt auch ihr gehen?“ Und da schwingt mit: Für die Wahrheit dieser Lehre ist er bereit, sogar die besten und engsten Mitarbeiter gehen zu lassen. So wichtig ist ihm die Lehre über die Eucharistie! Er ist da sehr konsequent!
Nun, die zwölf Jünger blieben bei ihm. Obwohl sie ihn sicher nicht verstanden haben. Doch sie vertrauten darauf, dass es ja doch irgendeinen Sinn machen musste, was Jesus ihnen da gesagt hatte. Denn Jesus war ja auch sonst viel zu überzeugend und zu ehrlich und so voller Gnade und Wahrheit, dass er ihnen doch jetzt keinen Unsinn erzählen konnte. Eher, so mussten sie annehmen, war es dann schon ihre menschliche Beschränktheit, die sie diese Botschaft nicht, oder noch nicht, verstehen ließ. Also, bei ihm bleiben! Auch wenn man ihn nicht versteht.
Und wir sind heute eingeladen, ebenso zu reagieren und uns zu sagen:
„Ich nehm’ das mal an! Ich nehm’ das mal an, dass das wahr ist, was wir hier über die Eucharistie gesagt bekommen, dieses Heilige Mahl! Ich will es im Glauben wagen, dieses Mahl, dieses Brot und diesen Wein, als ganz außerordentliche Mittel zu sehen, durch die mir Jesus begegnen will – auch wenn ich es letztlich nicht verstehe, wie das geschieht.“
Dass Jesus es ernst meinte, so ganz normales Brot werden zu wollen und sich uns damit sogar zur Speise zu geben, das bestätigte er noch einmal beim sogenannten Letzten Abendmahl in der Nacht vor seinem Tode, als er Brot nahm, es brach, seinen Jüngern gab und angesichts dieses Brotes sagte: „Nehmt und esst. Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird!“ (vgl. Mt 26,26; Lk 22,19; 1 Kor 11,24).
Dieses Brot: „Das ist mein Leib! … Tut dies zu meinem Gedächtnis!“
Seit damals, seit diesem Abendmahl wird in jeder Hl. Messe Jesu Leib gegenwärtig – bleibend, in der Gestalt des Brotes, so glauben wir. Sein „Fleisch“ gibt er uns da zu essen. So sagt er es ganz radikal. Dabei handelt es sich, so glauben wir, nicht um ein Stück totes Menschenfleisch, dass er uns da irgendwie geheimnisvoll verborgen reicht, sondern, wenn er da von seinem Fleisch spricht, von seinem Leib – so glauben wir – ist es der ganze Jesus, der lebendige Jesus, der hier zu uns kommt. Jesus sagt ja in seiner Brotrede: „Ich bin das lebendige Brot.“ Es ist Jesus auch in seiner Person und Persönlichkeit, der uns hier in der Eucharistie begegnen möchte.
Jesus sagt: „Wenn ihr das Fleisch des Menschsohnes nicht esst, und sein Blut nicht trinkt, habt ihr nicht das Leben in euch.“ In der Eucharistie geht es also offenbar um die Teilhabe an seinem göttlichen Leben. Er will auf diese geheimnisvolle Weise in uns gegenwärtig werden mit seiner Kraft und mit seinem Geist. Und für alle, die das einmal erkannt haben, ist es deswegen geradezu eine Pflicht, dieses Angebot nicht ungenutzt verstreichen zu lassen.
Eucharistische Wunder
Die Kirche hat von Anfang an an diese geheimnisvolle leibliche Gegenwart Jesu in der Eucharistie geglaubt und sie verkündet. Das Brot ist nicht nur ein Zeichen. Sondern unser Herr ist wirklich hier! Freilich erscheint dieses Geheimnis – ich sage es noch einmal – so unglaublich, dass jede Generation neu versucht ist, dieses Geheimnis zu vergessen oder mit Unglauben zu beantworten. Obwohl es in der Hl. Schrift angekündigt und beschrieben ist. Mir scheint, deswegen versucht Gott uns dieses Wissen durch die Jahrhunderte hindurch immer wieder auch durch zusätzliche Erinnerungen lebendig zu halten. Und zwar auch durch ungewöhnliche Erinnerungen. Zum Beispiel auch durch eucharistische Wunder.
Manchen sträuben sich ja die Nackenhaare, wenn sie von angeblich übernatürlichen Zeichen hören. Aber ich denke: Gott schenkt sie uns, um uns Zweiflern und Kleingläubigen zu bestätigen, dass es wirklich wahr ist und wahr bleibt, was die Kirche seit Jesu Zeiten lehrt: Seine lebendige leibliche Gegenwart in Brot und Wein.
Eucharistische Wunder – ich denke zum Beispiel an das berühmte eucharistische Wunder von Lanciano – sind eine Glaubensbestätigung für sehr viele Menschen. Die Hostie, die sich in Lanciano in ein Stück Menschenfleisch verwandelt hat, ist vielfach untersucht worden. Es ist Fleisch von einem menschlichen Herzmuskel. Mit der seltenen Blutgruppe AB. Im Übrigen die gleiche Blutgruppe wie beim Grabtuch von Turin. Aber das sei nur nebenher erwähnt.
Von solchen und anderen eucharistischen Wundern findet man, wenn man nachforscht, eine ganze Reihe, die sehr gut bezeugt und untersucht sind. Hier in unserer Gegend mag man zum Beispiel an das eucharistische Wunder von Walldürn denken, wohin manche von Ihnen vielleicht schon gepilgert sind. Manche dieser Wunder mögen Betrug sein. Doch bei anderen – so mein Eindruck – braucht es schon ein Nicht-Glauben-Wollen, damit man fähig ist, an ihrem übernatürlichen Charakter vorbeizuschauen.
In manchen dieser eucharistischen Wunder stellt uns Jesus seine Aussage also ganz real vor Augen: „Das ist mein Fleisch!“ Und dabei geht er natürlich das Risiko ein, dass sich manche nur aus Sensationsgier für diesen seinen wunderhaften Dienst an uns interessieren. Ein Problem, mit dem Jesus aber auch schon in Palästina zu tun hatte, als er dort Wunder wirkte. Viele sind ihm ja nur wegen seiner Wunder gefolgt. Aus Sensationsgier. Er hat seine Wunder trotzdem gewirkt! So auch heute. Nur sollte uns dabei klar sein: Für Jesus stehen die Wunder immer nur im Dienste des Glaubens. Darauf kommt es ihm natürlich letztlich an: Auf unseren Glauben. „Selig sind, die glauben!“ Und auf die Beziehung, die wir zu ihm aufbauen.
Jesus begegnen
Deswegen lassen Sie mich zum Schluss auch noch andere eucharistische Wunder ansprechen, die mehr diesen Beziehungsaspekt betonen. Ich denke zum Beispiel an ein Zeugnis, das ich einmal vom Gründer der Gemeinschaft der Seligpreisungen – das ist eine der relativ neuen geistlichen Gemeinschaften innerhalb der Katholischen Kirche – gelesen habe. Bruder Ephraim heißt dieser Gründer. Ein Franzose. Er berichtet einmal, wie er, als er noch protestantischer Pastor war, unerlaubter Weise an der Kommunion teilnahm, weil er sich hingezogen fühlte zur Eucharistie. Und er schreibt über dieses Ereignis, dass er dabei etwas ganz Besonderes feststellte:
„Kaum hatte ich das eucharistische Brot eingenommen, da wurde es wie eine Glut in meiner Brust, die mein Herz entflammte und überall in meinem Körper eine sanfte Wärme ausbreitete. Die Gegenwart war zur Realität geworden, sie wurde ersehenswert.
Nachdem das Feuer erloschen war, wurde meine Sehnsucht nach der Kommunion zu einem quälenden Hunger. Inzwischen kann ich wohl bekennen, dass ich damals öfters heimlich in katholischen Kirchen kommunizierte. Manchmal kam ich kurz vor der Kommunion an und ging danach sofort wieder. Um diesen Brand der Liebe zu verbergen und nicht erkannt zu werden, versteckte ich mich hinter einem Pfeiler.
Diese Zeit der spürbaren Kommunion dauerte mehr als drei Jahre. Ich habe bemerkt, dass es etlichen nicht katholischen Christen ebenso ergeht, die die wirkliche Gegenwart des Herrn entdecken.“
Ein bemerkenswertes Zeugnis! Auch wenn so eine Erfahrung wohl nur wenigen so zu Teil wird, sie zeigt doch etwas davon, dass Jesus mich in der Eucharistie anrühren möchte; mir begegnen möchte. Vielleicht nicht spürbar, aber doch in der Tiefe. Auch wenn ich als Krankenhausseelsorger die Krankenkommunion zu Patientinnen und Patienten bringe, darf auch ich immer wieder einmal erfahren, wie Menschen dadurch innerlich angerührt und gestärkt sind. Es ist Jesu Leben und seine Liebe, die wir da in uns hinein lassen. Wobei zu dieser Begegnung mit ihm gehört natürlich, dass wir nicht nur unseren Mund für Jesu Gegenwart öffnen, sondern vor allem auch unser Herz.
Jesus lädt uns ein, uns durch die Eucharistie reich beschenken zu lassen. Die Ordenschwester und Mystikerin Faustina Kowalska, die im Jahre 2000 heiliggesprochen wurde, berichtet in ihren Aufzeichnungen einmal davon, wie sie eine Jesusvision in einer Monstranz, im ausgesetzten Allerheiligsten, in der Hostie, erblickte und Jesus ihr unter anderem erklärte, wie er es doch liebe, wenn wir ihm in der Eucharistie mit lebendigem Glauben begegnen. Und Jesus sagt dann bezüglich der Zeit der Anbetung: „Damit ich in der Seele wirken kann, muss sie den Glauben haben.“ Also, wir müssen mit Glauben zu Jesus in der Eucharistie kommen, damit er in uns wirken kann!
Noch eine andere, mehr in der englischsprachigen Welt bekannte Ordensschwester und international tätige Exerzitienmeisterin, die Klarissin Sr. Briege McKenna, beschreibt es einmal so: In der Gegenwart des Allerheiligsten zu verweilen, das ist so, wie sich in der Sonne bräunen zu lassen. Man merkt nicht, dass etwas passiert. Aber am Abend stellt man überrascht fest, dass sich die Haut gebräunt hat.
Und ähnlich sei das mit dem Verweilen vor dem Allerheiligsten! Wenn wir vor Jesus in der Eucharistie verweilen und wir mit Glauben zu ihm kommen, merken wir sehr oft nichts. Und trotzdem hat die Zeit der Anbetung im Nachhinein manchmal spürbare Folgen: Dass wir uns im Nachhinein vielleicht irgendwie beschenkt fühlen; oder dass es uns auf einmal leichter fällt, anderen gut zu sein; dass wir zum Beispiel auf einmal einen viel freundlicheren Umgang mit jemand anderen pflegen können, als wie noch zuvor; und dergleichen. Da zeigt die gläubige Begegnung mit Jesus in der Eucharistie manchmal spürbare Auswirkungen, sagt sie.
Von daher sind wir, wie gesagt, eingeladen, uns mit Glauben Jesus in der Eucharistie zu nähern. Vielleicht mögen wir denken: „Das kann ich nicht! Ich weiß ja zum Beispiel gar nicht, was ich beten soll; was ich da sagen soll.“ Doch Jesus kommt uns da entgegen. Es reicht schon allein, ihn im Brot der Eucharistie schlicht anzuschauen. Denn, wenn wir vor der Eucharistie Anbetung halten oder vor Jesus, der im Tabernakel ist, verweilen, dann geht es nicht darum, dass Jesus etwas von uns braucht und dass wir etwas tun sollen. Nein, es ist genau andersherum: Er will an uns etwas tun! Und von daher können wir, wie in früheren Zeiten auch, immer wieder, wenn wir an einer Kirche vorbeikommen, auch einen Besuch hier bei Jesus machen, bei seiner eucharistischen Gegenwart im Tabernakel, und uns von ihm beschenken lassen.
Komm!
In ihren Aufzeichnungen schildert die Heilige Faustina einmal, wie Jesus sich beklagt: „Viele kommen nicht. Komm wenigstens Du! Komm zur Quelle der Barmherzigkeit und hole dir Gnaden!“ Also, wir sind eingeladen, diese Quelle des geistlichen Lebens neu zu entdecken und auszukosten. Ähnlich, wie unsere leibliche Nahrung, wie Brot und Wein dazu dienen, die verbrauchten körperlichen Kräfte wiederherzustellen, so finden wir hier eine geistliche Nahrung, die dazu dient, in uns immer neu die Liebe stärken zu lassen, die im täglichen Leben zu erlahmen droht.
Unser Herr selbst ist es. Er wartet darauf, in diesem Brot von uns wahrgenommen zu werden. Er freut sich, wenn wir ihn auf diese Weise in Anspruch nehmen.
Schämen wir uns nicht, ihm in der Eucharistie unsere Liebe zu zeigen! Unsere Verehrung! Ja, wenn wir von Gott etwas erbitten möchten: Hier vor der Eucharistie ist eigentlich der beste Ort, um ihm zu sagen, was uns bedrängt. Hier haben wir Jesus vor uns! Den direkten Draht. Was Besseres kann uns nicht passieren!
Lassen Sie mich nun nicht weiter über Jesus reden. Sondern vielleicht ist all das eine Anregung, sich nun während der folgenden Orgelmeditation an Ihn zu wenden, der ja hier im Brot im Tabernakel bei uns ist.
Amen.
P. Markus Langer OP

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