8. & 9. Mai 2010, 20.00 Uhr: Ardendo-Quartett
Samstag, 8. Mai 2010, 20.00 Uhr im Kreuzgang
Sonntag, 9. Mai 2010, 20.00 Uhr im Kreuzgang
Ardendo-Quartett
Lisa Baum, Violine
Elisabeth Menke, Violine
Axel Steurich, Viola
Evelyn Buyken, Violoncello
Künstlerische Kreativität und Spielfreudigkeit zeichnen das junge Ardendo-Quartett aus. Die vier Studierenden der Musikhochschule Köln fanden im November 2005 zusammen, um gemeinsam jenes kammermusikalische Ideal anzustreben, das Goethe einmal treffend beschrieb, als er im Streichquartett hörte, wie „vier vernünftige Leute sich miteinander unterhalten”. Zudem entwickelte das Ensemble bereits früh ein besonderes Interesse an Seitenwegen in der Streichquartett-Landschaft jenseits des traditionellen Kanons. Im Zentrum des Konzertprogramms stehen Streichquartettkompositionen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Neben Felix Mendelssohn Bartholdys Fuge (op. 81,4) und Capriccio (op. 81,3), die als Experimente zur Erkundung neuer Formen in der Gattung Streichquartett angesehen werden dürfen, erklingt das Quartett in g-moll op. 14 von Robert Volkmann (1815-1883). Obschon Volkmanns Streichquartette heute nur wenigen bekannt sind, waren sie zu Lebzeiten des Komponisten sehr beliebt und weit verbreitet. Als Quartette der Jahrhundertmitte nehmen sie eine vermittelnde Position zwischen den früheren Werken Mendelssohns und Schumanns und den späteren von Johannes Brahms ein. Auch das Streichquartett f-moll von Axel Steurich orientiert sich an Quartettkompositionen der Volkmann-Zeit. Ein konkretes kompositorisches Vorbild gibt es nicht; vielmehr zeigt sich in dieser Tonsatzarbeit der Versuch, ein Streichquartett zu schreiben, das die Balance zwischen den Werken der „Traditionalisten“ – wie Volkmann und später Brahms – und einzelnen Tonschöpfungen von Vertretern der „Neudeutschen Schule“ hält

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