18.10.09 – Symphoniekonzert zum Haydnjahr 2009

Sonntag, 18. Oktober 2009, 17.00 Uhr in der Klosterkirche

Symphoniekonzert zum Haydnjahr 2009 “In Nomine Domini”- Haydns Orchestersymphonien als sakrale Kunst

Joseph Haydn (1732-1809)
Symphonie Nr. 2, C-Dur
Symphonie Nr. 46, B-Dur
Symphonie Nr. 47, G-Dur
für Streicher, 2 Hörner, 2 Oboen
Flötenuhrstücke für Orgel solo

Kurpfalzphilharmonie Heidelberg
Arne Müller,
Konzertmeister
Christian Schmitt, Orgel
Christian J. Bonath, Gesamtleitung

Bei der Symphonie, der groß besetzten Orchesterliteratur, denkt man, geprägt durch die heutigen Aufführungskonventionen, zunächst an eine rein weltliche Bestimmung. Doch hatten nachweislich viele von Haydns Symphoniesätzen auch im liturgischen Rahmen und Raum ihre Bestimmung. Überhaupt muss zur Entstehungszeit der Symphonien 46 und 47 noch davon ausgegangen werden, dass Musik allein dem Zweck diente, Gottes Lob zu mehren; davon zeugen auch die Partiturüberschrift “In Nomine Domine ” (Im Namen des Herrn) sowie das am Ende einer jeden Symphonie zu findende “Laus deo” (zum Lobe Gottes). Im Zusammenspiel der Streicher mit den konzertierenden Oben und Hörnern entfalten die Sätze eine beeindruckende Klangschönheit, die mal spielerisch mal heroisch anzurühren vermag.Mit den Flötenuhrstücken erklingen zusätzlich Orgelminiaturen, die aufgrund ihres schier unerschöpflichen Einfallsreichtums und ihrer teils sehr virtuosen Passagen zu den Höhepunkten der klassischen Orgelliteratur zählen.Vor allem im Kontrast aus einem strahlendem und jubelnden Orchesterklang und der schwebend verspielten Tastenmusik liegt der besondere Reiz des Programms.